Category: Reisen

Das Inspirationsloch. /The Inspiration Disaster

Kennt ihr diese Tage wo einfach alles was ihr an Ideen habt furchtbar ist?
Ja. Die kenne ich auch. Noch gestern Nacht fand ich meine zahlreichen Ideen so umwerfend, dass ich aus dem Bett hüpfen und direkt in die Tasten schlagen wollte. Auch am Tag davor und dem davor fand ich die Ideen noch gut.
Jetzt aber eben nicht mehr.
Wahrscheinlich finde ich sie morgen wieder gut.
Aber nicht nur das, es fühlt sich auch an, als hätte ein schwarzes Loch alle meine Erinnerungen an meine Reisen und an gesammelten Erfahrungen geschluckt.

Wenn ich so darüber nachdenke, könnte es daran liegen, dass ich mir gestern auf YouTube den Trailer von “Keeping up with the Kardashians” angeschaut habe. Nur den Trailer und trotzdem hatte ich schon das Gefühl, dass zahlreiche Gehirnzellen just in diesem Moment einen qualvollen Tod erlitten haben.
Die blöde Anfangsmelodie habe ich immer noch im Kopf und hält mich davon ab mir wichtige Dinge zu merken.
So  verzweifelt habe ich heute schon nach einem anderen Thema als dem geplantem gesucht, dass ich kurz davor war eine Ode an die Jogginghose zu schreiben.
Die reinste Katastrophe.

Also beschreibe ich heute einfach mal mein Inspirationsloch, in der Hoffnung, es damit zu überwinden.
Genau genommen brauche ich nur einen guten Einstieg in das Thema, das ich für heute angedacht hatte. Aber der Kreativbereich meines Gehirns streikt.
Nagut, das akzeptiere ich. Als ich gestern den Schreibfluss unterdrückt habe, war es gar nicht happy-dafür kriege ich jetzt wohl die Quittung.

 

Damit ihr einen Weg aus diesem Loch findet habe ich hier ein paar Tips für euch, hoffentlich habt ihr dann bahnbrechende Ideen!

1.Falls ihr nach einer neuen Überschrift für einen Artikel o.ä. sucht empfehle ich:
https://www.portent.com/tools/title-maker

2.In einem Lexikon blättern und die Beschreibung von willkürlich ausgewählten Wörtern zu lesen.
Die meisten von euch, haben wahrscheinlich kein Lexikon mehr, aber einen ganzen Wikipedia-Eintrag lesen ist auch ein bisschen viel verlangt.

3.Durch sein Telefonbuch scrollen um sich an Menschen zu erinnern mit denen man schon eeeeewig mal wieder Kontakt aufnehmen wollte, weil man damals unvergessliches zusammen erlebt hat. (Unvergesslich nur im Normalfall,also wenn man gerade nicht ganz tief in einem Inspirationsloch sitzt).

4.Mit Menschen sprechen.
Für manche scheint das nach einer doch eher radikalen Lösung zu klingen, aber ich schwöre es funktioniert! Sich mit Wohnbenachteiligten (ist das jetzt endlich politisch korrekt genug?), Künstlern oder Reisenden zu unterhalten, kann einem ein Feuerwerk an Ideen bescheren.
Die light Variante davon sind Bücher, Museen, Parks, “Peoplewatching” und natürlich Musik.

5.Das Problem ignorieren. ( Mein persönliche Favorit)

 

Obwohl ich nicht sicher war, ob ich heute was Zustande bringen würde, scheint das ja doch irgendwie der Fall zu sein.
Es ist jetzt kein Meisterwerk, aber auch nicht jede von Da Vincis’ Arbeiten war eine “Mona Lisa”.
Ich hoffe meine kleine Liste kann euch vor einem Inspirationsloch retten oder aus einem rausholen.

IMG_5360
Das wars dann jetzt für heute!
Ihr hört bald von mir!

 

————————————————————————–

Do you also have these days when you think that all your ideas are horrible?
Yeah. Me too.
Only yesterday I was thrilled, thinking that my ideas for the next articles were great.
I was so excited about them, that I wanted to get out of my bed (which I usually never want) and start writing.
Also the day before yesterday and the day before, I was enthusiastic about my plans.
Well, NOT ANYMORE.
Maybe, tomorrow, after I have overcome my inspirational low point I will find my old enthusiasm again.
But not only am I suffering from an inspirational low point, I also have the feeling that I have forgotten all of my memories and experiences I have made.

The longer I try to find a reason for the black hole in my head I am beginning to believe it is the fault of the internet. I don’t even remember why, but for some reason I watched the “Keeping up with the Kardashians”-trailer on YouTube.
Only the trailer. But still, I almost felt how lots of my brain cells were suffering from a slow and painful death.
I am still having this bloody melody in my head, blocking up everything interesting and keeping me from reminding important information.

 

I was so desperate that I started writing an ode to sweatpants…
Do I even have to say it? A total disaster.

So that’s when I decided to write about my lack of ideas and enthusiasm.
Hoping that this will finally lead to better ideas or at least a good introduction for my planned topic. That’s all I’m asking for. 
But I accept that the creative part of my brain took a day off.  
I should have done this yesterday, then everything would have worked out as planned. So this is what I get from ignoring the need to write. 
I wouldn’t say I deserve it, but I will deal with it. 

Hoping to be able to save you from this horrible situation. 
So I made a short list for you. My top 5 to find inspiration.

1.My firts point is especially for writers, that are looking for new topics they could write about:
https://www.portent.com/tools/title-maker

2.Go and look for your old lexicon. By looking up random words and their descriptions it is easy to find something one can write about.

3.Scroll through your contact list. Remembering people that you wanted to talk to for soooo long, and remembering the good old times, can wash some of your part-time amnesia away.

4.Talking to people.
That might sound a little radical, but I swear it helps!
Talking to homeless people, artists and traveler is like an inspiration boost.
If that is too much for you, then museums, books, “people watching” and music is the softer version of this idea.

5.And finally my personal favorite: Ignoring the problem!

IMG_5360

Though I thought randomly starting to write, won’t lead to anything much. But it seems that I somehow managed to write something that is not totally awful.
I mean I can’t expect that all of my works are outstanding, or good. Not all of Da Vincis’ pieces were like the “Mona Lisa”.
 I hope my small list will help you out of this unbelievable annoying phase of no-inspiration paired with no-enthusiasm.

Well, that’s it for today.
You will hear from me soon!

 

Books on The Road…

“The world is a book, and those who do not travel, only read one page”
-Aurelius Augustinus-

Today I have a list for you guys.
My Top 10 books to read when you’re traveling or feeling that sense of  wanderlust.
Personally, I would never go on a trip without taking a book. Never. I’d rather leave without shoes.
I admit, that it happens to me that I take too many books, but I prefer it that way. And also I want real books, I don’t like e-books, it’s just not the same feeling.
But what I take on every of my trips and what I strongly recommend will be the topic of one of my next articles.
So here we go now:

 

1.The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry -by Rachel Joyce

2. Das Reisetagebuch eines Philosophen (The Travel Diary of A Philosopher)-by Graf Hermann Keyserling

3.Alice in Wonderland-by Lewis Carroll

4. In 80 days around the world-by Jules Vernes

5.Eat,Pray,Love- by Elizabeth Gilbert

6.Tschick- by Wolfgang Herrndorf

7.Stoppt die Welt, ich will aussteigen! -by Martin Krengel

8.Couch-Surfing in Iran-by Stephan Orth

9.Die beste Entscheidung unsere Lebens: Wie wir einfach loszogen und um die halbe Welt          reisten-by Philipp Dusch und Friederike Achilles

10.Gebrauchsanweisung für die Welt- by Andreas Altmann

Some of these books aren’t available in English yet.
But I am sure they will be translated, as every traveller would appreciate to have them in their backpack.

 

IMG_7374

 

————————————————————————–

“Die Welt ist ein Buch. Wer nicht reist, der liest nur eine Seite davon.”
-Aurelius Augustinus-

 

Hallo ihr Lieben!
Wie ihr sicherlich schon Oben gesehen habt, gibt es heute eine Bücherliste für euch.
Meine Top 10 Bücher fürs Reisen oder wenn einen das Fernweh packt.
Ich persönlich würde niemals ohne ein Buch verreisen. Niemals. Dann lieber ohne Schuhe. Aber was ich auf jede Reise mitnehme und auch weiterempfehle werdet ihr in einem der nächsten Artikel erfahren.

Und dann geht’s jetzt auch schon los:

1.Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry -von Rachel Joyce

2. Das Reisetagebuch eines Philosophen -von Graf Hermann Keyserling

3.Alice im Wunderland-von Lewis Carroll

4.In 80 Tagen um die Welt -von Jules Vernes

5.Eat,Pray,Love- von Elizabeth Gilbert

6.Tschick- von Wolfgang Herrndorf

7.Stoppt die Welt, ich will aussteigen! -von Martin Krengel

8.Couchsurfing im Iran -von Stephan Orth

9.Die beste Entscheidung unsere Lebens: Wie wir einfach loszogen und um die halbe Welt reisten-von Philipp Dusch und Friederike Achilles

10.Gebrauchsanweisung für die Welt- von Andreas Altmann

Schlechte Kost

Sooo, jetzt bin ich schon fast am Ende meines ersten kleinen Projekts angelangt und ich muss sagen es macht wirklich Spaß.

Heute geht es um das unheimlich appetitliche Thema: Schlechte Kost!
Und mit schlechter Kost meine ich jetzt nicht zu weich gekochte Nudeln oder versalzene Suppen.
Nein. Ich meine wirklich wirklich schlechtes Essen.
Die Art von schlechtem Essen an die man sich noch Jahre später schmerzhaft zurückerinnert und sich jedes mal wieder der Magen umdreht, weil man nicht mal den Geruch aus der Nase bekommt.

Als aller erstes solltet ihr wissen, dass ich gerne esse. Ich liebe essen, ich esse so gut wie alles und bin experimentierfreudig.
Ich könnte eine Ode an das Essen schreiben.
Gerade jetzt, wo ich an die ganzen Köstlichkeiten denke die die Welt so zu bieten hat, bekomme ich schon wieder Hunger…

Aber leider leider soll es heute nicht um frische Steaks gehen. Auch nicht um knackigen Salat oder geschmolzene Schokolade.
Heute geht es um Essen bei dem man sich hinterher überlegt ob man je wieder etwas in dieser Art anfassen kann.

Ich habe dafür drei Dinge rausgesucht.
1. das Chicken-Trauma

2. Pilaw

3.Hamburger kubanischer Art

Das klingt alles nicht so schlimm. Aber glaubt mir,es war schlimm.

Der Chicken-Albtraum ist mir damals in Sri Lanka wiederfahren.
Ich war nie ein besonders großer Hühnchenfleischfan. Aber es hat mich auch nicht gestört wenn es Hühnchen gab. Hühnchen kann ja sehr lecker sein. Nur wenn ich die Wahl gehabt hätte zwischen Hühnchen und etwas Anderem, wäre meine Wahl wohl meistens auf das Andere gefallen.
Als ich nach Sri Lanka kam, merkte ich schon früh, dass das am häufigsten vertretene Fleisch Hühnchen war.
Hühnchen-Curry, Hühnchen-Snacks und es wurden sogar Hühnchen-Doughnuts angeboten.
Am Anfang macht man das alles noch gerne mit ( bis auf die Doughnuts!!!) und genießt die Küche. Aber nach einer Weile wird man des Hähnchens müde und wenn dann als Überraschung Kentucky Fried Chicken nach Hause gebracht wird, hat man Mühe sein Lächeln überzeugend rüberzubringen.
Long story short: Mein Körper wurde in dreieinhalb Wochen bis zum Rand mit wabbeligem Hähnchenfleisch abgefüllt. So schlimm, dass ich Zuhause sogar das Knusperhühnchen verschmähte und Hühnchen im Allgemeinen aus dem Weg ging wo auch immer es mir möglich war.

Manchmal gibt es Situationen in denen ich mal wieder Hühnchenfleisch essen muss, und dann nehme ich dieses Taube-farbene Fleisch eben zu mir. Aber eigentlich ist Hühnchen bei mir das Reisefleisch. In den meisten Ländern wird überall Hühnchen angeboten und wenn es nur im Urlaub ist, dann kann ich das noch ertragen, aber ansonsten soll man mir bitte mit dem Zeug vom Leib bleiben.

 

Nun zum Pilaw!
Pilaw ist ein usbekisches Gericht mit viel Potenzial. Leider völlig unausgeschöpftem Potenzial.
Pilaw ist im Grunde nichts anderes als ein Berg Reis mit Soße und Fleisch.
Das usbekische Nationalgericht. Jetzt fragt ihr euch vielleicht was man da schon groß falsch machen kann.
Traurigerweise alles.
Halb ungekochter Reis ist ein erträglicher Anfang. Auch das mit der merkwürdigen Soße kann man noch irgendwie ignorieren. ( Unauffällig die mit Soße übergossenen Teile auf verschiedene Teile des Tellers schieben und nur den Kern essen). Aber der undefinierbare Haufen Etwas das die Krönung des Ganzen darstellt, kann man kaum ignorieren.
Egal wie oft ich oder meine Mitreisenden versuchten herauszufinden was für eine Fleischsorte das denn genau darstellen sollten, es ist bis heute ein ungelöstes Rätsel.
Vielleicht ein fall für Gallileo Mystery?

Von Hoden bis Hund trauten wir diesem merkwürdigen Haufen alles zu. Zumindest aber, konnten uns unsere Gastgeber zweifellos versichern, dass es sich um Fleisch handelte.

Die Konsistenz war meist gummiartig und alles hatte eine beige-ähnliche Farbe. Manchmal fand man kleine Knöchelchen oder biss auf ein unerwartet weiches Stück.
Dann kam ein völlig neues Level an schrecklichem Geschmack und man wusste nicht so ganz ob man ausspucken oder runterschlucken sollte. Wobei bei der Klärung dieser Frage auch geklärt werden musste, ob man überhaupt fähig war, das einfach zu schlucken.

Wenn das Pilaw ohne Soße gereicht wird, ist es ziemlich trocken, wenn mit dann nicht, aber dafür wird ein Detail mehr hinzugefügt, das man besser weggelassen hätte.
Ich will eigentlich gar nicht mehr sagen.
Bildet euch eure eigene Meinung oder wenn ihr schlau seid, dann verzichtet ihr darauf und vertraut mir einfach.
Pilaw ist definitiv kein Muss!! ( aber ansonsten kann ich die usbekische Küche aber schon empfehlen( ist halt sehr Fleischlastig)).

 

Und nun zum absoluten Albtraum eines jeden Gaumens.

FASTFOOD IN CUBA!

Rührt es nicht an. Riecht nicht mal dran. Oder am besten ist, ihr schaut es euch gar nicht erst an.

Es fing alles auf dem Hinflug nach Kuba an.
Irgendwann kurz vor der Ankunft wurde als letzet Snack eine kleine Minipizzabox gereicht. Was ich an sich immer noch für eine gute Idee halte.
Aber nach dem ersten Bissen war ich schon fertig. Es handelte sich nicht um Pizza, sondern um weich-wässrigen Teig mit ungekochtem Belag und ein bisschen käseartigem Etwas oben drauf.
Ich schob es auf die Tatsache, dass es sich um Flugzeugessen handelte.
Aber leider leider lag es nicht daran.
Auch später auf der Insel stellte sich Pizza als ein Fehler heraus. Das hat einfach nichts gemein, mit der Pizza wie wir sie kennen.
Aber so ignorant wie das auch klingen mag: Es ist nichts was man kennenlernen muss!
Die Pizza war aber gar nicht das Problem. Die habe ich halt ein paar mal probiert und notgedrungen gegessen. Obwohl es sich zwar so angefühlt hat, als würde ich nicht völlig gesund aus der Sache herauskommen, habe ich es unbeschadet überstanden.

Was selbst mein trainierter und nicht wirklich sensibler Magen nicht vertragen hat, waren die Hamburger.
David, Pablo, Mileidi und ich haben uns in einer Nacht nach ein paar Salsas auf die Suche nach Essen gemacht. ( Meistens wird eh nur Rum verkauft).
Jedenfalls waren wir aber irgendwann erfolgreich und standen vor einem der typisch kubanischen kleinen Kiosks, die eigentlich mehr ein Hauseingang als ein Laden sind.
Wir versuchten ein paar der Dinge vom Menü zu bestellen, aber die gingen alle eben einfach nicht mehr. ( Es war sowieso mehr als die Hälfte des Menüs durchgestrichen).
Also nahmen wir dann Hamburger.Eigentlich hatte ich nicht mal Hunger, aber ich esse nun mal einfach gerne und dachte ein kleiner Snack könnte nicht schaden.
Fehler. GROSSER FEHLER.

Schon während ich den Burger aß, Kam mir ein paar mal der Würgereiz und mein Magen rebellierte. Ich wollte mich allerdings nicht so anstellen und als nordeuropäisches Mädchen hat man ganz schnell den Ruf einer wählerischen Tussi weg.
Also aß ich tapfer. Es handelte sich um irgendein fast komplett rohes Fleischgemisch, irgendein wahrscheinlich ungewaschenes Gemüse und fast ungebackenen Brotteig.
Mein Magen drehte sich und drehte sich und drehte sich. So oft, dass mir fast schwindelig wurde. Ich schob es auf das Tanzen und das Mittagessen.

Doch schon Zuhause wusste ich, der Burger würde noch viel Ärger bedeuten.
Mein Magen wehrte sich auf alle möglichen Art und Weisen die ihm einfielen und mir ging es wirklich wirklich schlecht am nächsten Tag.
Ich schleppte mich von Vedado, wo ich wohnte, in die Innenstadt da ich dort eine Verabredung hatte und schaffte es nur zu Pablos und Davids Wohnung. Ich hatte sowieso noch Pablos Pulli, da er mir diesen immer auslieh, und wollte die Chance nutzen mich kurz aufs Sofa zu legen ehe ich meine Freunde traf.
Pablo sah elendig aus.
Mit Augenringen bis zum Kinn und Schweiß auf der Stirn öffnete er die Tür.
Anscheinend sah man mir schon an, dass ich in einem furchtbaren Zustand war und er deutete auf das Sofa und meinte nur “Ich hab heute auch keine Pläne mehr und unsere Klospülung funktioniert momentan”.
Wir legten uns also aufs Sofa und suhlten uns in unserem Elend. Beiden war noch nicht klar, dass alles von dem Hamburger kam.
Doch als schließlich David und Mileidi rein kamen und sich sofort in einer Ecke zusammenkauerten wurde es uns klar.

Der Hamburger war Schuld an all dem Elend.
Wir dachten wir würden sterben. Irgendwo zwischen Toilette und Dehydriert einfach zusammenbrechen.
Wir schickten schließlich einen Bekannten los um uns etwas zu Trinken zu besorgen doch er fand nur Saft und das machte es nicht besser.
Uns unsere Schläfen massierend warteten wir also auf Besserung. Irgendwann funktionierte auch die Wasserleitung mal wieder nicht mehr und wir dachten über unser Testament nach ( da uns alles lieber gewesen wäre, als kubanische Krankenhäuser).

Zwei Tage und viele Tabletten aus meiner Reiseapotheke später, aßen wir dann schließlich trockenes Brot und Salat.

Körperlich habe ich diese Erfahrung vielleicht überstanden, aber eine Blockade wenn es um Hamburger geht habe ich trotzdem mitgenommen. Und meinen lieben Freunden geht es nicht anders. Wir haben von dem Tag an, lieber auf Essen verzichtet, als wieder kubanisches Fastfood zu kaufen.

 

 

Das wars mal wider für heute.
Das nächste Mal fange ich vielleicht mit einem Projekt an, dass ich “Tamy talks to…”nennen werde und in dem ich die Geschichten von Leuten erzählen werde, die mich inspirieren.

Vorher werde ich noch versuchen, alle meine bisherigen Artikel aufs Englische zu übersetzen. Also seid bitte nachsichtig, wenn es bis zum nächsten Mal etwas länger dauert.
Bis bald!!

 

Schwierigkeiten

Hallöchen!

Von Schwierigkeiten habe ich ja im Grunde schon in meinem letzen Artikel erzählt.
Also gehe ich dieses mal einen Schritt zurück und erzähle von Schwierigkeiten vor der eigentlichen Reise.

Das ganze fängt ja schon mit dem Ziel an. Wohin soll es denn gehen?
Worauf habe ich Lust? Entspannung, Abenteuer? Und wo kann man in unseren Zeiten überhaupt noch halbwegs sicher hinreisen?

Wenn man das dann aber mit sich selber oder seinen lieben Mitreisenden zur Genüge diskutiert hat und endlich Entscheidungen gefallen sind, steht man schon vor dem nächsten Problem.
Buche ich jetzt selber oder gehe ich doch lieber ins Reisebüro? Und welcher dieser Flugvergleichseiten ist eigentlich die beste?
Man kämpft sich durch einen Berg von Angeboten und versucht ein passendes zu finden. Hat man es dann gefunden und kann endlich buchen, ärgert man sich schon wieder.
Diese Dreistigkeit das Gepäck nicht in den Preis mit einzuberechnen! Und was sollen diese lächerlichen 23kg???
Und überhaupt was ist das für ein  Witz mit der “premium-economy”-class?
Wie man 10 Stunden Flug auf dem Mittelplatz am hinteren Ende des Flugzeugs, direkt neben den Toiletten überstehen soll weiß man auch noch nicht.
Was ist wenn man umgeben ist von rotzenden, schreienden Kleinkindern, die man vielleicht 2 Stunden lang süß findet, aber wenn man ehrlich ist nach 10 Stunden Dauerbeschallung gerne mal auf lautlos stellen würde?

So weit sind wir ja aber noch gar nicht.
Erst mal muss der Papierkram erledigt werden.
Also Visum vorbereiten, Auslandsreisekrankenversicherung (übrigens ein super Wort für “Hangman”), einen neuen Reisepass beantragen,  und und und…
Wenn man dann Zuhause sein Visum beantragt und auch endlich die letzte paranoide Frage beantwortet hat (Nein ich bin nicht zufällig Mitglied einer Terrororganisation und war auch nicht ganz zufällig am Holocaust beteiligt) , hat man das Gefühl schon fast geschafft zu haben.

Hahaha.
Die Koffer sind noch lange nicht gepackt!
Welche Größe ist überhaupt angemessen? Und wo war der Koffer gleich nochmal verstaut?
Die Wettervorhersage sagt zwar Regen voraus, aber wenn dann doch die Sonne scheint?
Also packt man von Wintermantel bis knappem Bikini (oder die Herren unter uns Badeshorts) alles ein. Man will ja vorbereitet sein. Man nimmt auch eine breit gefächerte Auswahl an Schuhen mit, von praktisch bis stylisch muss alles dabei sein.
Für uns Frauen müssen noch die richtigen Accessoires und Handtaschen ausgewählt werden und schließlich kommt man dann zum Necessaire.
Man stopft die letzten freien Ecken mit den Medikamenten voll die man,  wie im Vollrausch, in der Apotheke im absoluten Überfluss gekauft hat.
Verbände, Desinfektionstücher, Wundsalbe, Mittelohrentzündungsmittel, Antikopfschmerztabletten, Schmerztabletten, akute Durchfalltabletten, Fiebersenkungsmittel, Pflaster, Hustenbonbons, Wick Vapo Rub. Dazu legt man Notfallkärtchen auf sämtlichen Sprachen auf denen man seine gesamte Krankenakte dokumentiert hat…es kann auf jeden Fall nichts passieren.
( An dieser Stelle muss ich mich bei meiner Mutter entschuldigen, die all dies in meinen Koffer für Uzbekistan packte und ich es nur völlig entnervt zuließ um einer weiteren Diskussion aus dem Weg zu gehen.
Wie sich herausstellte, lag sie völlig richtig mit allem und die ganze Gruppe profitierte von ihrer weisen Voraussicht!)
Dann, wenn man endlich zufrieden den Deckel auf den Koffer klappen lässt, kommt meist irgendein Held vorbei, der einen daran erinnert, dass man die Unterwäsche oder die Pyjamas vergessen hat.
Und schließlich fragt, ob man denn völlig bekloppt sei, so viel einzupacken.
Man wisse ja schon, dass es eine begrenzte Kiloanzahl gibt oder?
An alle die diese Frage einem packenden Menschen stellen:

JA DAS WEISS MAN!

Dann bricht meistens eine lautstarke Diskussion los und obwohl man vielleicht innerlich teilweise einsieht, dass der andere Recht hat, man gibt es nicht zu.
Man hat so viel Arbeit in das gewissenhafte Packen dieses Koffers gesteckt und vom Inhalt des Koffers hängen die nächsten paar Wochen ab.Also nein, das dunkelblaue Shirt, das man vorher noch nie getragen hat und das einem nicht wirklich steht, muss auf jeden Fall mit!
Ungefähr genauso läuft es mit dem Handgepäck ab.

Irgendwann gibt es nur noch eine Hürde zu nehmen.
Es in den Flieger schaffen.
Der Weg zum Flughafen ( gibt es Stau ? und wie viel früher muss ich da sein?) , das Check-In und die Diskussion ob denn das halbe Kilo zu viel echt sooo einen großen Unterschied macht. Dann das Öffnen des Koffers um sich mit sämtlichen Schals, Pullis und Jacken zu behängen, die man Greifen kann. Bis man es schließlich auf genau 23kg schafft.
Eine erste leichte Entspannungsphase setzt ein.
Nur noch der Security-Check und dann sitzt man praktisch schon im Flieger.

Wenn man auch das überstanden hat, gestresst alles zurück in die Tasche quetscht und sich  wieder anzieht, dann kann es endlich losgehen.
Man schultert sein Gepäck und zieht los Richtung Gate. Man ist vielleicht geschwitzt, die Schulter schmerzt von der zu schweren Tasche, man muss ständig Leuten ausweichen und läuft versehentlich in die falsche Richtung aber eigentlich ist alles gut.
Völlige Entspannung und ein Gefühl der Erleichterung überkommt einen, denn das schlimmste hat man ja überstanden…
Und selbst wenn man zu viel oder zu wenig dabei hat. Oder wenn man etwas vergessen hat. Jetzt ist es sowieso zu spät. Alea iacta est.

 

Jaja. Eine Reise die ist lustig, eine Reise die ist schön. Aber einfach ist dann doch was anderes.

Und das wars dann wieder.
Bis bald! Ich freue mich über Kommentare und wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, würde ich die auch gerne hören!:)
Gerne könnt ihr auch von  euren persönlichen pre-reisestress Erfahrungen berichten!

Bis demnächst!

Widrige Zufälle!

Hallo ich bin zurück !
Auf diesen Artikel habe ich mich schon gefreut. Endlich über die widrigen Zufälle zu schreiben.

Das sind nämlich der Stoff aus denen die besten Geschichten gemacht sind.
Das sind die besten Erinnerungen.
Erinnert man sich eher an einen reibungslosen All-inclusive Urlaub oder eher daran, mitten in der Pampa bei einem Sturm mit einem platten Reifen dazustehen?
Natürlich, in dem Moment in dem man “Opfer” des Zufalles geworden ist, findet man es nicht so amüsant, aber hinterher macht es Spaß und wird zu den liebsten Erinnerungen. Und wenn man selber nicht auf Reisen ist und von solchen kleinen Katastrophen hört, dann wird zumindest bei mir, das Reisefieber besonders geweckt.
Ein bisschen Abenteuer ist immer gut. Oder um es mit Sven Hedin zu sagen:

“Jeder Mensch braucht dann und wann ein bisschen Wüste.”

Heute werde ich ein bisschen von Kuba berichten.
Man muss an dieser Stelle sagen, dass man in Kuba so gut wie alles irgendwann dem Zufall überlässt. Sonst dreht man durch.

Das ganze fing so an, dass ein Freund und ich nach Viñales fahren wollten.
Das ist eine Gegend die etwas nördlich von Havanna liegt. Mit vielen Tabak Plantagen und vielen Wäldern. Auf dem Weg dorthin fährt man durch ein paradiesisches, grünes Meer.
Oder man holpert, besser gesagt.
Die Kubaner haben es nicht unbedingt so mit Straßen und die Wagen sind nicht unbedingt die neusten Modelle.
Aber das gehört dazu. Sonst wäre es nicht dasselbe. Wären wir nicht zu sechst in diesen kleinen Wagen gequetscht und vor Hitze fast erstickt, dann wäre das nur irgendeine Autofahrt an die ich mich wohl kaum erinnern würde.
Aber ich erinnere mich eben weil es nicht gerade perfekt und absolut unkomfortabel war.

Jedenfalls dachten wir eigentlich, das Ganze würde ein Tagesausflug werden.
Wir wollten beide noch am Abend entweder zurück nach Havanna oder weiter nach Norden-je nachdem wohin gerade ein Bus fuhr. Zumindest in eine größere Stadt.
Der eigentliche Plan war, dass wir uns ein Moped mieten würden.
Wobei hier von Plan auch  nicht wirklich die Rede sein kann.
Wir gingen  zum Viazul um einen Bus oder ein Collectivo zu nehmen.
Aber dann sahen wir  diesen Moped-und Autoverleih und fanden, dass dies doch deutlich mehr Spaß machen würde.
Dieser Plan wurde durchkreuzt durch den wohl faulsten Mann dem ich in meinem Leben je begegnet bin.
Er und seine Angestellten standen völlig entspannt und unterbeschäftigt in der Gegend rum und ließen sich die Sonne auf den Bauch scheinen, als wir die ersten Schritte auf sie zu machten.
Wir, als als naive Nordeuropäer ( er Schwede, ich Deutsche),dachten : Hey, der Mann hat doch bestimmt Lust ein gutes Geschäft zu machen. Und Geld wird sowieso gebraucht.
Doch wir hätten uns nicht mehr irren können.
Nachdem wir ihm unser Anliegen vorgetragen hatten, schaute er erst uns und dann die Mopeds sehr lange an.
Obwohl wir beide mehr kubanisch als europäisch aussehen und Anosh auch fließend Spanisch spricht, machten wir keinen Hehl daraus, Touristen zu sein.
Wir ahnten schon, dass die Chancen überhaupt zu bekommen was wir wollten größer waren, wenn er ein gutes Geschäft witterte.
Aber es stellte sich heraus, dass ihm das herzlich am Allerwertesten vorbeiging.
Er schaute uns wieder an, dann seine Mitarbeiter und schüttelte schließlich den Kopf.
Nein, heute und besonders jetzt sei das nicht möglich.
Anosh deutete auf das Schild, welches zweifellos besagte, dass nun doch eigentlich Geschäftszeit war.
Der Mann schaute das Schild an, dann gen Sonne und schüttelte wieder den Kopf.
Und sowieso wäre Viñales weit weg und es gäbe Hügel und es würde sich im Allgemeinen um eine schwachsinnige Idee handeln.
Er plapperte weiter auf uns ein und legte uns dar, wieso wir völlig bescheuert wären uns überhaupt aus Havanna wegzubewegen.
(Hier sei angemerkt, dass man nach ein paar Wochen in Havanna unbedingt mal raus muss, da man sonst Gefahr läuft bald einen Nervenzusammenbruch zu erleiden.)
Wir boten ihm sogar an eines seiner eher klapprig aussehenden Mopeds zu kaufen. Für einen Preis der durchaus angemessen wäre.
Aber nein. Einfach nein.
Schließlich sagte er händeringend, er habe jetzt auch einfach keine Lust auf diesen ganzen Papierkram und wenn wir nach Viñales wollten, könne er mit seinem Cousin sprechen, der nun ohnehin in diese Richtung aufbrechen würde.
Okay.Dann halt nicht.Wir haben auf.

Der Mopedverkäufer, oder eher gesagt: der Mann der viele Mopeds besitzt aber eigentlich kein Interesse daran hat sie los zu werden, stellte uns einem Mann vor und bald gesellte sich ein amerikanisches Pärchen hinzu.
Die Reise konnte losgehen. Auf dem Weg würden wir noch einen Amigo unseres Fahrers aufsammeln. Und irgendwann mitten in der Pampa neben der “Autobahn”, stand tatsächlich ein winkender Kubaner und unser Fahrer fuhr rechts ran.
Von wo dieser Amigo herspaziert ist, ist mir immer noch ein Rätsel. Es gab absolut nichts in der Nähe außer trockener Landschaft und ein paar Eselskarren.
Die Reise ging dann also zu sechst weiter.
Wenn man es kurz fassen will dann am besten so:

(Eigentlich muss zwischen jedem zweiten Wort  “Schlagloch” stehen.)
Schweiß. Hitze. Die drei immergleichen Sambarythmen. Holpern.Mehr Schweiß. Verzweiflung. Sehnsüchtiger Blick nach draußen.Verzweifelter Blick Richtung Fahrer auf der Suche nach Anzeichen, dass man bald am Ziel sei. Schmerzende Glieder. Auf der Suche nach Schildern die anzeigen wie weit es noch ist.Hitze. Lauter werdende Musik. Holpern. Samba.Die verschwommene Erinnerung daran, wie es sich anfühlt in Deutschland in einem Auto zu sitzen.Quietschen. Rumpeln.Hitze.Der Bildschirm der Musikvideos angezeigt hat, der endlich seinen Geist aufgibt. Schweiß.Rumpeln.Holpern. Schweiß. Verzweiflung. Und dann schließlich: Überraschung!

Irgendwann in einem kleinen Dörfchen kurz vor Viñales beschloss nämlich unser Fahrer er habe keine Lust mehr.
Er müsse ja auch noch zurück und eigentlich wäre er ja gern früher Zuhause.
Naja geht uns allen ja von Zeit zu Zeit mal so, dass wir auf der Arbeit den Sinn nicht mehr sehen und unsere Arbeit jemand anderem zuschieben.
Also stieg er aus, sprach mit ein paar Menschen. Wir standen sicherlich eine halbe Stunde rum, nicht sicher ob wir auch wirklich an unserem Ziel ankommen würden.
Anscheinend war ganz Kuba dagegen, dass wir nach Viñales fuhren.
Doch schließlich stieg ein anderer Mann ins Auto. Dieser war bis an die Zähne mit kubanischer Pizza bewaffnet und hatte diese auch überall im Bart hängen, als er laut schmatzend verkündete, er würde jetzt wohl weiterfahren. (Anm.:Kubanisches Fastfood ist in keinem (!!!) Fall mit gewöhnlichem Fastfood zu vergleichen)

Währenddessen bedeckte sich der ganze Himmel immer mehr. Wir sorgten uns allerdings nicht, da es bisher immer nur sehr kurze spontane Schauer gegeben hatte und wenn dann nur sehr tief in der Nacht richtigen Regen.

Als wir schließlich in Viñales ankamen waren wir doch ernüchtert.
Überall um uns rum nur Deutsche und Schweden und Touristen im Allgemeinen und ansonsten hatte der Ort nicht wirklich etwas zu bieten ( außer einem erstklassigen Restaurant wie wir später herausfinden sollten).
Aber wir waren sowieso für die Natur gekommen.
Wir kauften uns einen riesigen Becher Schokoeis ( was nahrhafteres fanden wir nicht und außerdem war das seltenes Glück)und leerten diesen umgehend.
Einen Plan wie wir uns denn ohne Moped die Umgebung anschauen sollten,hatten wir nicht. Abe wir waren ja auch in Kuba. Richtige Pläne machen keinen Sinn und oft ergibt sich von selber, und wenn nicht, dann ist das eben so.
Schließlich stiegen wir spontan in einen Bus ein, der sich als Rundtour herausstellte.
Und das hat sich wirklich gelohnt!!Ab und an mussten wir zwar warten, weil der Busfahrer einen Bekannten auf der Straße sah, der ihm einen Kaffee brachte, aber auch das war irgendwie toll.
Allerdings war es eine Rundfahrt ohne Wiederkehr, wie wir und ein Pärchen aus Österreich bald herausfinden sollten.
Denn als wir ausstiegen um den Fluss in der Höhle zu bestaunen, fuhr der Bus weg- und wir waren irgendwo im nirgendwo.
Im kubanischen Busch.
Aber jetzt wo wir schonmal da waren, wollten wir auch sehen wofür wir gekommen waren.
Wir kletterten also alle in diese Fledermaushöhle. Tiefer und tiefer. Teilweise mussten wir krabbeln. Bis wir schließlich an einem Fluss angekommen waren. Ein Boot lag an einem verlassenen Steg. Es war zwar nicht mal fünf Uhr aber dennoch schon Feierabend. Wir stiegen also in das Boot und fuhren den beschilderten Weg entlang bis wir eine Öffnung in sahen. Wir fuhren aus der Höhle hinaus und fanden uns in einem grandiosen Unwetter wieder. Schnell legten wir an und beeilten uns  unter den Unterstand zu gelangen in dem Früchte und Zuckerrohre lagen, die tagsüber wohl den Besuchern angeboten wurden.
Wir beschlossen, dass auch wir davon etwas haben sollten und während wir auf unseren Zuckerrohren rumkauten und hofften, dass der Regen aufhörte, wurde es immer schlimmer. Der Himmel wurde immer dunkler.

Irgendwie schafften wir es einen Taxifahrer auf dem Rückweg zu erwischen, der uns freundlicherweise sogar kostenlos mit zurück ins Dorf nahm.
Dort angekommen mussten Anosh und ich dann hören, dass eigentlich keiner Lust habe bei schlechtem Wetter und Abends nochmal loszufahren und deswegen keine Busse, keine Taxis und auch sonst nichts in dieser Nacht aus dem Dorf hinausfahren würde.
Nagut, Kuba halt.
Also machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Aber leider war alles ausgebucht. Wir wanderten durch die Gegend und schließlich sprachen wir mit einer Frau die uns freundlicherweise ihr Gästezimmer anbot und gegen extra Bezahlung auch ein Frühstück zubereiten wollte.
Dankbar nahmen wir an.
Unsere ganzen Sachen waren total durchnässt und richtig vorbereitet waren wir beide nicht aufgebrochen, da wir ja bevorzugt noch einmal nach Havanna zurückgekehrt wären um eine längere Reise vorzubereiten.
Die Suche nach einem Supermarkt war überraschenderweise nicht erfolgreich.
Eigentlich weiß ich nicht mal wieso wir gesucht haben. Sowohl mit Supermärkten als auch mit lange Arbeiten haben es die Kubaner nicht unbedingt.

Nach langem Suchen und noch längerem Warten, bekamen wir aber immerhin einen Platz in einem Restaurant. Das Essen (obwohl der Kellner uns ewig ignorierte) machte alles wieder gut. So gut habe ich in Kuba nur zwei oder dreimal gegessen . Es war unglaublich lecker und wir entspannten uns endlich. Wir hatten ein Zimmer, eine funktionierende Toilette und gutes Essen-manchmal sogar Empfang. Die Frustration ließ nach.Mehr konnte man nicht verlangen. Am nächsten Morgen könnten wir dann endlich aufbrechen und einen der Touristenbusse nehmen, der zwar etwas teurer aber dafür klimatisiert und organisiert war. Das heißt, der würde auf jeden Fall an seinem Ziel ankommen. Es gab ja sogar einen Busfahrplan.

Obwohl ich damals den Ausflug eher als Flop empfand, erinnere ich mich jetzt sehr gerne zurück.
Es ist eine sehr schöne Gegend und oftmals war es genauso witzig wie frustrierend.
Die Busfahrt am nächsten Tag lief nicht nur beinahe reibungslos (nur 45min. Verspätung und Pinkelpausen mitten in der Pampa ohne genug Bäume), sondern war auch schrecklich langweilig und kalt.
Da lob ich mir das gute alte Collectivo, mit seinen authentischen Fahrern und das Gruppenleiden der verwöhnten Touristen.

 

Also dann.
Ihr hört bald von mir.

Vergessen aller häuslichen Sorgen…

Hallo ihr Lieben!

Heute gibt es endlich den nächsten Eintrag.
Und heute ist der Teil mit dem Vergesse der häuslichen Sorgen dran.
Vergessenheit aller häuslichen Sorgen ist etwas, wozu mir immer noch nicht viel eingefallen ist. Oder vielleicht interpretiere ich es auch nicht richtig.

Vielleicht deswegen , weil für mich eine Reise antreten auch gleichzeitig heißt zu beschließen alles an Ballast zurückzulassen und mich völlig auf das Neue einzulassen.

Gestern bin ich mal wieder einfach so durch die Stadt gestreift.
Eigentlich nicht auf der Suche nach etwas Bestimmtem.
Ich wollte einfach das Wetter genießen, diese Stadt in mich aufsaugen und vielleicht  Inspiration finden.
Dabei bin ich auf einen wundervollen Buchladen gestoßen (der älteste unabhängige Buchladen New Yorks).
Schon von außen sieht der Buchladen nach anderen Zeiten aus, aber wenn man die Tür aufmacht und hineingeht dann ist es, als würde man eine völlig andere Welt betreten.
Ein paar Buchhändler, die aussehen als wären sie einem Bilderbuch entsprungen,  sitzen an ihren überfüllten, unordentlichen Schreibtischen und finden sich irgendwie in diesem Chaos zurecht.
Das meiste passiert immer noch von Hand- Gott sei Dank- ein MacBook hätte der Sache vermutlich den ganzen Charme genommen.
Alle Wände mit Regalen zugestellt, die über und über mit alten Schätzen gefüllt sind. Wunderschöne alte Einbände mit Goldlettern laden einen zum Stöbern ein und es riecht wie es in einem Buchladen eigentlich zu riechen hat. Nicht nach Cellophan sondern nach Staub und eben Büchern. Es werden auch alte Plakate, Weltkarten, Gemälde und Manuskripte verkauft.Aber ich schweife ab…
Also in diesem Buchladen, in dem ich sicherlich über eine Stunde lang in verschiedenen Werken geblättert habe, habe ich schließlich den Doppelband “Das Reisetagebuch eines Philosophen”  von Graf Hermann Keyserling gefunden.
Schon als ich die Inhaltsangabe überflog und die ersten Seiten las, wusste ich:
Das ist mein Buch. Kurz entschlossen kaufte ich es.

Schon gleich am Anfang seiner Buches fragt der Philosoph sich, wieso er eigentlich auf Reisen geht.
Er kommt zu dem Schluss, dass er nicht auf Reisen geht um sich zu entspannen, sondern um aus dem Trott des Alltags zu entfliehen und seinen Geist auf Trab zu halten (natürlich sagt er das Ganze sehr viel eindrucksvoller, mit tollen Wörtern und einer beinahe undurchschaubaren Satzstellung.Aber ich bin keine Philosophin aus dem 20. Jahrhundert, also müsst ihr nachsichtig sein).
Doch die eigentlich wichtigste Erklärung warum der Mensch auf Reisen geht, sei die Sehnsucht nach Selbstverwirklichung.
Zuhause ist man oft durch den Alltag gebunden und es gibt Grenzen die auf Reisen nicht gegeben sind. Beim reisen wird man sogar eher gezwungen Grenzen zu überwinden.
Zu lange an einem Ort und man wird zum Gewohnheitstier- es scheint als würde der Horizont immer kleiner werden.
Aber wenn man Distanz schafft, dann werden die Dinge ( auch die eigenen Grenzen, gesetzt durch Eigenschaften, Ansichten etc….) plötzlich kleiner, unwichtiger und man ist in seiner Form plötzlich wandelbarer.
Man kann sein was man will und sich in andere Richtungen weiterentwickeln als das vielleicht im gewohnten Umfeld möglich gewesen wäre.

Vielleicht meinte der gute Freiherr von Knigge ja genau das, als er vom Vergessen der häuslichen Sorgen sprach.
Vielleicht meinte er aber auch einfach nur den Abwasch, das Blumengießen oder sämtliche Reparaturen.
Das kann ja jeder so interpretieren, wie es ihm gerade passt.

Ganz wichtig ist aber, dass ich hier mit Reisen nicht das Bestaunen von Sehenswürdigkeiten meine.
Sondern wirklich Sehen wo man ist, Kontakt zu den Menschen herzustellen, sich auf die Kultur einzulassen und sich vielleicht auch mal abseits der durch Touristen plattgetrampelten Pfade zu bewegen.
Das soll nicht heißen, dass man sich nicht auf jeden Fall mal das Louvre oder die Hagia Sofia anschauen sollte- vielleicht kann man aber ein- oder zwei Sehenswürdigkeiten aus dem straffen Programm streichen und einfach mal schauen was passiert.
Es gibt den Spruch ” Travellers don’t know where they’re going, tourists don’t know where they’ve been.”, und das beschreibt es eigentlich ganz gut.

 

So, das wärs dann auch wieder für heute.
Nächstes mal geht es um widrige Zufälle, ohne die man nach der Reise ja eigentlich nichts zu erzählen hätte.
Ich arbeite immer noch daran, genau herauszufinden wie man diesen Blog etwas “fancier” gestalten kann, und vielleicht schaffe ich es in naher oder ferner Zukunft sogar Bilder hochzuladen etc.
So lange könnt ihr euch, falls ihr Interesse habt,  aber ein paar Bilder auf meinem Instagramaccount anschauen @tamarafatum.
Da seht ihr auch den Buchladen!
Also bis zum nächsten Mal!

 

Courage.

Hey!Hier bin ich wieder!

Ich bin immer noch dabei die Schlagwörter aus dem Zitat abzuarbeiten und heute ist Mut dran.

Vorher aber eine kleine Erinnerung um welches Zitat es sich handelt:

“Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.”

Bevor ich über Mut schreiben konnte musste ich mich zwangsweise damit beschäftigen, was er für mich bedeutet.
Ich habe ziemlich lange überlegt ob mir irgendeine Situation einfiel in der ich mutig war. Hauptsächlich sind mir aber Momente eingefallen in denen ich mir im Nachhinein mehr Mut wünsche. Den Mut, nicht einfach nur zu beobachten, sondern den Mund aufzumachen und zu sagen was ich denke.
Mut ist für mich, sich einer Situation zu stellen und sie zu akzeptieren wie sie ist. Mut ist aber auch sich im Zweifelsfall gegen alle zu stellen um für sich und seine Meinung einzustehen. Mut ist nicht keine Angst zu haben, sondern einfach etwas anderes über diese Angst zu stellen.
Aber die eigentliche Frage für mich war, wann etwas mutig oder eigentlich doch eher dumm ist.
Bis heute frage ich mich ob es dumm oder mutig war die “frisch gemolkene”Milch von vor mehreren Tagen (die bei usbekischen 40°C nicht im Kühlschrank stand) zu trinken…
Oder ob es mutig oder dumm war als alleinreisende Frau in ein 3.Weltland zu ziehen in dem ich nicht mal die Sprache kannte…
Es gibt so viele Beispiele und bis heute weiß ich nicht ob Mut, Wahnsinn oder einfach pure Dummheit mich zu Dingen wie offensichtlich saurer Milch trinken (nur weil die Usbeken das auch so machen) getrieben haben.
Ich war schließlich so verzweifelt, dass ich Josh, einen Kellner in einem kleinen und zu diesem Zeitpunkt leeren Café namens Eastwood, nach Mut-Geschichten gefragt habe. Er brachte meine Gedanken ziemlich gut zum Ausdruck in dem er stammelnd ein paar Begriffe in den Raum warf und schließlich aufgab.
Wir stimmten aber überein, dass selbstbewusst zu sich selber und seinen Meinungen stehen, definitiv mutig ist (Bsp.: Outing). Kein außergewöhnliches Ergebnis- aber immerhin!
Anschließend habe ich es dann sein lassen und gedacht “Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben! Dir fällt bestimmt noch was Tolles ein”. Dies ist aber nicht eingetroffen.
Also habe ich einfach mal ein paar Zitate gesucht und drei gefunden die mir ganz gut gefallen haben.

 

“I learned that courage was not the absence of fear, but the triumph over it. The brave man is not he who does not feel afraid, but who conquers that fear.”
-Nelson Mandela-

 

“Courage is what it takes to stand up and speak;
courage is also what it takes to sit down and listen.”
-Winston Churchill-

 

“Faced with what is right , to leave undone shows a lack of courage.”
-Confucius-

 

So das war es leider schon für heute. Zum Thema guter Humor habe ich hoffentlich mehr zu berichten. Wenn ihr andere Ansichten davon habt was Mut ist oder wenn ihr selber Geschichten zu erzählen habt in denen es um Mut geht, dann schreibt das doch einfach in die Kommentare!
Bis zu nächsten Mal!:)

Das erste Mal / The Very First Time

Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

-Adolf Freiherr von Knigge-

Hallo ihr Lieben!

Auf Reisen gibt es viele erste Male. Erstes Mal Froschschenkel, erstes Mal an einem paradiesischem Strand, das erste Mal Salsa tanzen, oder auch das erste Mal Zeit um sich nur mit sich selber zu beschäftigen.
Bei mir wurde es nun Zeit für meinen ersten Blogeintrag.

Das ist alles noch sehr ungewohnt und ich weiß gar nicht wie man sowas richtig macht.
Aber ich mag schreiben, über alle möglichen Themen, und ich bin auf Reisen und habe viel zu erzählen. Ich habe immer das Gefühl ich habe zwar etwas zu erzählen aber eigentlich nichts wichtiges zu sagen. Zumindest verglichen mit Hungersnöten in Afrika,oder Epidemien habe ich das auch nicht. Man muss es ja doch auch nicht gleich übertreiben. Aber ich selber lese gerne Berichte und Blogs und schaue Videos an, alleine zur Unterhaltung. Weil ich mir eben nicht den ganzen Tag über Putins Pläne bezüglich der Ostukraine Gedanken machen will.

Ich habe mir überlegt, als erstes Projekt erst mal ein paar Anekdoten von meinen Reisen zu erzählen, immer zu den Schlagwörtern aus dem obigen Zitat. Dann könnt ihr mich so ein bisschen kennenlernen und ich mich an die ganze Sache gewöhnen.

Das hier wird vermutlich kein purer Reiseblog, weil ich über so viele Dinge gerne schreiben möchte. Aber wir werden sehen, und ich hoffe, dass ich dieses Projekt durchziehe.

 


“Traveling requires patience , courage , good humor , oblivion of all domestic cares and that you can not be reflected by adverse accidents , difficulties , bad weather and poor diet.”
-Adolf Freiherr von Knigge-

 

Hello there!
There are a lot of first times when you’re traveling. The first time you ate frog legs, the first time at the seaside, the first time that you dance salsa and maybe also the first time that you put yourself first.
For me it was time for my first Blog!

All of this is pretty new to me, and I don’t really know how this is working. But I like writing. Writing about all different kinds of things. And as I am traveling I have a lot of stories to tell.
To be honest I don’t have anything important to say. At least not important if you compare it with famine in Africa or something like this.
But I mean not everyone can be talk about scary diseases.
I like reading and I like watching videos just for fun, not for my education or all-around knowledge.
Also because I don’t want to worry about Putins’ futureplans all day long.

I have decided that I will dedicate my first little project to the quote from Freiherr von Knigge. I will tell you a couple of my travel-experiences so that you get the chance to get to know me and I will get used to this whole blogging thing.

I don’t think that this Blog will only be about traveling,as I want to write about so many different things and life in general.
Well, we’ll see how this will work out and I hope that I don’t quit doing this project.